Fortuna ohne Zug zum Tor zum Pokalaus

Fortuna Köln gegen Viktoria KölnBei feinem Sonnenschein trafen sich schon lange vor dem Anstoß rund 200 Anhänger der Kölner Fortuna in einer Veedelskneipe zum Derby-Marsch. Nach kurzer Anreise über den Höniger Weg zeigte man zum Einlaufen der Mannschaften eine gelungene Choreografie zu Ehren des viel zu früh verstorbenen Präsidenten Klaus Ulonska im Südstadion. 

Richtige Pokal-Stimmung sollte im Laufe des Dienstagabends trotz Flutlicht allerdings nicht mehr einkehren. Zu viele wenig textsichere Gelegenheitsgucker gesellten sich zu den Heimfans im Bereich Stehplatz-Mitte, sodass es dort nur selten wirklich laut wurde. Ebenfalls enttäuschend: Auf der Gegenseite fanden sich gerade einmal rund 200 Viktoria-Anhänger ein – bei einer Anreise von rund 15 Straßenbahnstationen ein trauriges Bild. Dieses bestätigten die Anhänger des Viertligisten übrigens während der gesamten Spielzeit, in der sie fast durchweg gegen die Fortuna sangen und sich nur wenig der Unterstützung der eigenen Elf widmeten.

Weder auf den Tribüne noch auf dem Rasen hatte Fortuna Köln allerdings eine Antwort parat. Und so passte es auch ins Bild, dass die Gäste mit ihrer ersten gefährlichen Aktion schon früh mit 1:0 in Führung gingen und vor der Pause sogar noch erhöhten.

In der zweiten Halbzeit verstanden es die Gäste, den erspielten Vorsprung über die Zeit und sich dem Traum vom DFB-Pokal ein kleines Stück näher zu bringen. Im Endspiel des Mittelrheinpokals trifft die Viktoria nun im Sportpark Nord auf den Bonner SC, der derzeit in der 5. Liga kickt. Die Bundesstädter sorgen im zweite Halbfinale für die noch größere Überraschung, indem man Alemannia Aachen aus dem Wettbewerb warf.

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