Danke Mama, dass ich kein Schalker geworden bin

Danke Mama, dass ich kein Schalker geworden binWerden wir mal etwas nostalgisch: Ich kann mich noch daran erinnern, wie mich meine Mutter am 19.09.1992 leicht nervös der Obhut meines Trainers anvertraute. Die Fußballjugend des SSV Meschede machte sich in Linienbussen auf, das gut 120 Kilometer entfernte Gelsenkirchener Parkstadion zu besuchen. Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg oder auch mein: #daserstemalimstadion.

Als einer von etwa 35.000 Zuschauern schaute ich also den späteren Europacup-Helden Mike Büskens, Steffen Freund, Yves Eigenrauch oder auch Weltmeister Andy Köpke bei der Arbeit zu. An das Spiel selbst kann ich mich leider so gut wie gar nicht erinnern. Ich habe mal gelesen, dass Jens Lehman wohl in der ersten Halbzeit einen Elfmeter gehalten hat.

Ich erinnere mich hingegen an die Herbst-Sonne, die uns auf der spärlich besetzen Gegengeraden blendete, an die verschossenen Sitzschalen und an Moos auf den steilen Stufen, die zum Platz führten. Ein Vereinskamerad älteren Semesters wusste zu berichten: „Der echte Fußball sieht wirklich nochmal schneller aus als im Fernsehen“. Der Kollege war übrigens vor allem am viel zu großen roten Shirt des SSV Meschede zu erkennen, mit dessen Hilfe uns Trainer und Betreuer unter den Fans wiederfinden wollten und wiederfanden. Besagtes T-Shirt trug ich übrigens später noch in der A-Jugend zum Warmlaufen.

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Der SSV Meschede im Herbst 1992 auf dem Weg ins Ruhrgebiet.

 

Das schnelle Spiel endete 0:0 und so konnte mich dann auch keine der beiden Mannschaften sonderlich überzeugen, geschweige denn für sich gewinnen. Mein erster Besuch im „Schalker Feld“ blieb also ohne Folgen. Vermutlich habe ich nach meiner Wiederkehr ins Sauerland zu meiner sichtlich erleichterten Mutter gesagt: „Danke Mama, dass ich kein Schalker geworden bin!“

Aufruf zur #blogparade#daserstemalimstadion

Mit meiner Lieblingskollegin Claudia kam mir der Gedanke, eine #blogparade zum ersten Stadionbesuch auszurufen. Jetzt, da die Winterpause noch im vollen Gange ist, scheint mir doch der richtige Zeitpunkt, um solche eine Geschichte aufzuschreiben. Vielleicht springt ja die eine oder andere nette #daserstemalimstadion-Anekdote dabei heraus. Im Februar/März schauen wir uns mal das Ergebnis an.

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4 Responses to “Danke Mama, dass ich kein Schalker geworden bin”

  1. […] 2. elfgegenelf.de – Danke Mama, dass ich kein Schalker geworden bin […]

  2. […] der kann gerne auf fol­gende Links kli­cken: The­me­tro von Chris Kikand­rund von Kirs­ten elf­ge­gen­elf von Mar­kus Abkni­cker von Kai den­fran […]

  3. […] Lieblingskollegen Markus kam vor einiger Zeit die Idee, doch mal eine Blogparade zum eigenen allerersten Stadionbesuch zu starten, und natürlich war ich […]

  4. […] verfolgt werden. Auch dabei sind noch der Ostwestf4le,die Claudia und natürlich Markus […]

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