Fortuna Köln verliert auf ganzer Linie

Fortuna Köln verliert auf ganzer LinieEs passiert höchst selten, dass ein verlorenes Meisterschaftsspiel aus Sicht des geneigten Fußball-Sympathisanten zur Nebensache gerät. Geschafft hat dies Fortuna Köln. Der Vereine aus dem Kölner Süden unterlag Alemannia Aachen mit 1:3 und verbot seinen Fans Anti-Nazi-Plakate im Stadion aufzuhängen – aus Angst vor rechter Randale.

Die Vorgeschichte: Nach dem FVM-Pokalfinale zwischen Fortuna Köln und Alemannia Aachen stürmten ein paar Hände voll Aachner Chaoten den Platz, was von den Fortuna Köln Fans mit „Nazis raus“-Rufen quittiert wurde. Wer sich dadurch provoziert fühlt, tut dies sicherlich nicht ohne Grund.

Um beim Auftaktspiel der Regionalliga-Saison 2013 etwaige Fan-Krawalle rund um das Südstadion s zu verhindern, verbot der Verein seinen Fans, sich in Form von Bannern und Co. antirassistisch zu äußern – das macht einfach nur sprachlos. Konkret ging es übrigens um zwei Banner mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten!“ und „Fight Racism!“.

Versucht man nun wieder Wort zu finden, so hat die Klubführung von Fortuna Köln völlig zu kurz gedacht. Denn den eigenen Fans zu untersagen merklich gegen Nazis zu sein, kommt einem Armutszeugnis gleich. „Wir wollen keine Provokationen schüren“, wird Fortuna-Pressesprecher Stephan Gohlke auf welt.de zitiert. Gegen rechtes Gedankengut zu sein, sollte eigentlich für jeden auf diesem Planeten selbstverständlich sein. Stattdessen knickt man ein. Das ist traurig. Fassen wir zum Schluss nochmal zusammen: Wer sich durch „Nazis raus“-Rufe angegriffen fühlt, ist das Problem – nie derjenige, der „Nazis raus“ ruft.

Nachtrag: Die Vorfreude auf die anstehende Saison gipfelte im Kauf der Dauerkarte. Die Vorfreude ist weg. Und das liegt nicht an der Auftaktniederlage. Möge sich der Verein zeitnah vernünftig positionieren. Bitte.

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