BVB: Götze nutzt Ausstiegsklausel

BVB: Götze nutzt AusstiegsklauselEs stimmt: Dortmunds Juwel Mario Götze macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und will am 1. Juli 2013 zum neuen Meister Bayern München wechseln. Wie viel Geld der neue Meister dann dafür an die Bierstädter überweisen muss, ist einer aktuellen BVB-Meldung nicht zu entnehmen. Günstig dürfte ein Götze-Wechsel allerdings nicht sein.

Bei den Bayern dreht sich seit Samstag eigentlich alles um Uli Hoeneß (nein, auf das Thema gehen wir hier nicht ein), den wir an dieser Stelle allerdings gerne zitieren möchten. „40 Millionen dürfen nie zur Norm werden“, diktierte der Bayern-Boss den Journalisten der Süddeutschen Zeitung noch im September in die Blöcke, um in der vergangenen Woche von spanischen Verhältnissen zu philosophieren.

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

Nun wechselt mal wieder einer der stärksten Spieler des aktuell ärgsten Bayern-Widersachers an die Isar – worüber man sich ob der jüngst getätigten Aussagen aus dem Süden des Landes zumindest wunder kann. Aber wie sagte einst Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Und das klingt ein wenig wie der Leitfaden zum Profifußball in den 00er-Jahren.

Im Prinzip muss sich der Fußball-Fan längst im Klaren darüber sein, dass es dem Profi unter dem Strich egal ist, welches Wappen er in der kommenden Spielzeit über den Platz trägt. Die oftmals propagierte Vereinstreue findet sich eher in den Manifesten der Ultras wieder, als denn in den Kabinen der 1. und 2. Bundesliga.

Und wenngleich wir schon eine Menge erlebt haben, hat der sich anbahnende Götze-Wechsel einen faden Beigeschmack: Warum muss der Transfer unbedingt in der wichtigen Europapokal-Woche durchsickern? „Wir sind natürlich über alle Maßen enttäuscht“, lautet eine erste Stellungnahme von Dortmunds Chef Akki Watzke – „Wir auch!“, möchte man ihm zurufen.

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