Mehr Santanas braucht die Bundesliga

Mehr Santanas braucht die Bundesliga

Felipe Santana zählt zu den bemerkenswertesten Reservisten, welche in der ersten Bundesliga in den vergangenen Jahren auf den harten Auswechselbänken der Republik Platz nahmen. Wenngleich viele Bankdrücker mit markigen Sprüchen und überhasteten Vereinswechseln von sich reden machen, überzeugt Santana zumeist in seinen spärlich gesäten Einsetzen mit Leistung. 

Bereits seit 2008 schnürt der gebürtige Brasilianer seine Fußball-Treter für Borussia Dortmund, nachdem Bayer Leverkusen bereits auf den baumlangen Verteidiger aufmerksam geworden war. Felipe Augusto Santana darf sich mit knapp 27 Jahren bereits DFB-Pokalsieger und Doppel-Meister nennen. Doch der Fußballprofi mit der (neuen) Dede-Ehrenglatze  hat eigentlich ein Problem, nein zwei Probleme. Diese bewerben sich mit guten Leistungen im schwarz-gelben Dress ebenfalls Woche für Woche um eine der zwei Positionen in der Dortmunder Innenverteidigung und gelten in der Regel als gesetzt: die Rede ist natürlich von den Herren Subotic und Hummels.

Einsätze als Mangelware ?

Schauen wir mal zurück: In der ersten Saison beim BVB brachte es „Tele“ Santana insgesamt auf 25 Einsätze als Innenverteidiger für den BVB, 2009-2010 waren es 27, in der darauf folgenden Spielzeit 2010-2011 nur 13. In der zweiten Meister-Saison des BVB kickte Santana ebenfalls nur 17 mal für Borussia Dortmund. Doch anstatt nach den Spielen angefressen große Reden in den Mixed-Zonen der Republik zu schwingen, ruft Santana eigentlich während eines jeden Einsatzes sein völliges Potenzial ab. Und ist nicht zuletzt auch für wichtige Tore, wie den Kopfball-Hammer in der Champions-League-Partie gegen Schachtar Donezk höchstselbst verantwortlich – weil Matts Hummels mit einer Grippe flach lag.

Scheinbar fühlt sich Felipe Augusto Santana aber dennoch nicht als fünftes Rad am Wagen, sondern wohl beim BVB – und springt für seine kranken oder verletzten Mitverteidiger gerne in die Bresche, hilft dabei, den eigenen Kasten sauber zu halten und köpft vorne sogar noch ein millionenschweres Tor für seine Farben.

Mitnichten ist dies selbstverständlich, denn ein Felipe Santana würde bei praktisch jedem anderen Bundesligisten immer von Beginn an auflaufen. Doch Santana hält dem BVB die Treue, verlängert jüngst seinen Vertrag bis 2014. 17 Bundesliga-Managern gefällt das nicht.

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