Papa, wir müssen reden!

Papa, wir müssen redenEine Nachricht mit viel Brisanz: Die Verwertungsrechte für Bundesliga-Spiele wandern ab 2014 vielleicht ins Internet. Zumindest zittern die Macher der Sportschau regelrecht davor, die Bundesliga-Rechte an einen Internet-Anbieter zu verlieren.

So kreidet die ARD-Vorsitzende Monika Piel in einer ersten Stellungnahme an, dass diese Entscheidung nicht im Sinne der Zuschauerinnen und Zuschauer sei. „Denn“, so Piel weiter,  „sie birgt die Gefahr, dass die DFL mit einer Erstausstrahlung von Bildern des Bundesliga-Spieltages im Netz einen großen Teil des Publikums ausschließt. Besonders in ländlichen Gebieten ist für viele das Internet kein Ersatz für das Fernsehen, weil dort dem Web-TV häufig die notwendigen Empfangsmöglichkeiten fehlen.“ Medien wie die Lausitzer Rundschau werfen der ARD nun Scheinheiligkeit vor.

Allerdings, so behaupt zum Beispiel ich, könnte die Bundesliga via Internet gerade diesen unterversorgten Regionen vom Internet-Umzug der Fußball-Verwerter profitieren könnte. Den, so behaupte wieder ich, gerade durch den Fußball-Verzicht könnte binnen kürzester Zeit eine neue Generation von Wut-Bürgern aus dem Boden gestampft werden. Und wer wird das schon wollen? Technisch gesehen sind heute bereits viele moderne Fernseher online, sodass eine große Umstellung gar nicht stattfände.

So sehen am Ende doch alle die Sportschau oder eben dass, was der gemeine Internet-Sender namentlich daraus macht. Der Ball rollt auch ohne ARD und CO. – soviel steht fest. Das versteht auch Papa.  Und so startet die DFL in der kommenden Woche mit den Ausschreibungen für die Rechte an der brisanten Rechte. Warten wir es ab.

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