Karnevalsauftakt in Essen

Hafenstraße EssenAm ersten Karnvalsfeiertag der Session verabredeten sich die Tgd. Essen-West mit Rot-Weiss Essen, um ihren Teil zum Abschluss der zweiten Runde des Niederrheinpokals beizutragen. Der erste Anlauf im Oktober scheiterte. Wie zu erwarten nahm Rot-Weiss die Landesliga-Hürde Essen-West.

Bei zumindest gefühlt-winterlichen Temperaturen verirrten sich handgeschätzte 600-700 Zuschauer auf die Haupttribühne des Georg-Melchs-Stadion zu Essen. Willkommen beim Niederrhein-Pokal. Und da, wo ich gerade eben noch gesessen habe, werden nach mir vielleicht gar nicht mehr viele Fußballfans Platz nehmen dürfen, wenn die alten, teilweise verblichen-roten Sitzschalen einem Neubau weichen – oder bleibt der marode Bau gar in irgendeiner Form erhalten? Wie dem auch sei: Neben allerhand Baumaschinen ist im Rücken der Westkurve ganz klar der Umriss des neuen Essener Stadions zu erkennen.

15 starke Minuten reichen

Zum Sportlichen: Rot-Weiss Essen gewann in den letzten zwei Monaten kein Ligaspiel und rutschte derweil sogar auf Platz 17 der Regionalliga-West ab. Auch bei der Tgd. Essen-West läuft es noch nicht rund, man belegt Platz 12 in der Langesliga-Gruppe Niederrhein 1. Zum Wundenlecken bleibt indes keine Zeit, möchte man sich im kommenden Jahr im DFB-Pokal wieder einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Die Rot-Weissen kamen schleppend in die Partie und benötigten knapp eine halbe Stunde, um aus einem 0:2 Eckenverhältnis ein 2:2 zu machen. Mit der zweiten Standardsituation gelang Stefan Grummel das 1:0 für seine Farben. In den nächsten 20 Minuten spielte der Regionalligist dann konsequenter nach vorne und ging bis zur Halbzeit mit 5:0 in Führung. „Es geht doch“, resümierte dann auch ein neben mir sitzender RWE-Fan zur Halbzeit.

Kein Ehrentreffer in Sicht

Hätte er zu dem Zeitpunkt schon gewusst, dass der Halbzeitstand gleichzeitig das Endresultat sein sollte, hätte er vermutlich nicht derart lange auf der kalten Tribühne verharrt. So blieb er sitzen und sah in der zweiten Halbzeit ein Spiel auf ein Tor. Der Landesligist hatte Mitte der zweiten Hälfte die Chance auf den Ehrentreffer, doch der fiel nicht. Irgendwann hatte der Schiedsrichter Mitleid mit der Essener Offensiv-Abteilung und zeigte auf den Elfmeter-Punkt, nachdem ein Essener beim Gerangel um den Ball zu Fall gebracht wurde. Cedric Vennemann tat an und Tgd.-Keeper Issa Fakhro konnte den Stafstoß parieren – willkommen zum Higlight der zweiten Halbzeit. Rot-Weiss Essen gewinnt 5:0 und die Tgd. Essen-West kann sich vor allem bei Torwart Fakhro bedanken, dass das Endergebnis nicht höher ausfiel. Ich bin mir derweil sicher: Fußball ist mein Karneval.

Runde 3 folgt 2012

Im Dezember kommt es dann schließlich zur letzten noch ausstehenden Zweitrundenbegegnung zwischen dem SV Budberg und dem KFC Uerdingen, ehe dann vom 17.-23. Februar 2012 die 3. Runde des Niederrheinpokals ansteht. Das Finale findet dann vermutlich im Mai statt – an der Hafenstraße in Essen.

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