Sander steht in Jena an der Linie

Sander in Jena an der LinieEr beerbte Ede Geyer als Chef-Trainer des Vereins, bei dem er den Großteil seiner Karriere gespielt hat. Nun tritt Petrik Sander in Jena als Chef-Coach in Erscheinung. Ein Blick auf die Karriere des Petrik Sander zeigt: Mit dem Abstiegskampf kennt der 51-jährige sich aus.

Viel weiß man eigentlich nicht über die aktive Laufbahn des gebürtigen Quedlinburgers. Im nördlichen Teil des Harzes erlernte Sander das Fußballer-Einmaleins bei Motor Quedlinnburg, ehe es über den Umweg Vorwärts Cottbus Süd zum ersten Mal zu Energie ging. Und für den am östlichsten positionierten aller Bundesliga-Vereine schoss der Stürmer Sander immerhin 72 Tore in der NOFV-Oberliga, ehe der Verein nach der Wende zunächst in der Amateur-Oberliga feststeckte.

Auf Geyer folgt Sander

In der Wendezeit kehrten viele Spieler dem Verein den Rücken, Sander aber hielt Energie Cottbus die Treue. Zunächst als Trainer der zweiten Mannschaft angestellt, wurde er bereits 1997 Co-Trainer vom legendären “Ede” Geyer. Dessen Posten übernahm Sander schließlich am 14. Spieltag der Zweitliga-Saison 2004/2005. Nach einer 1:2 Niederlage gegen Alemania Aachen, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, ein Zeichen zu setzen, welche seine Wirkung nicht verfehlte: Denn gleich im Jahr darauf stieg Sander mit Energie Cottbus als Dritter der Abschluss-Tabelle auf. Die Bundesliga-Spielzeit 2006/2007 schloss Petrik Sander mit seiner Mannschaft auf dem 13. Tabellenplatz im Fußball-Oberhaus ab. So schnell lässt sich ein Jahr Bundesliga zusammenfassen.

Prasnikar für Sander

Doch in der Folgesaison wurde von Cottbusser Seite nicht lange gefackelt. Sander beschwerte sich öffentlich, dass man mit Sergiu Radu und Vlad Munteanu seine besten Spieler abgab und legte sich dementsprechend mit den Verantwortlichen des Vereins an. Nach einem schlechten Saisonstart sorgt schließlich am 6. Spieltag ein 1:2, diesmal gegen den Hamburger Sportverein, für die Trainerentlassung. Sander ging, Bojan Prasnikar kam und Cottbus hielt die Klasse – so einfach ist das manchmal.


Mehr als ein Jahr lang wartet Sander auf sein nächstes Engagement, ehe der VfR Aalen Sander in den Süden der Republik lotste, da man einen Ersatz für Jürgen Kohler suchte. Unter Sander agierte man allerdings recht glücklos und verlor nahezu die Hälfte seiner Ligaspiele, sodass Petrik Sander bereits im Mai 2009 nach einer 3:1 Auswärtsniederlage bei Werder Bremen seine Zelten in Aalen abbrach. Diesmal setzte Sander selbst allerdings das Zeichen und ging – zusammen mit Aalens damaligem Sportdirektor Jürgen Kohler.

Spezialist für die unteren Tabellen-Regionen?

Und wieder dauert es gut ein halbes Jahr, ehe der abstiegskampferprobte Sander auf der Trainerbank Platz nehmen konnte. Diesmal bei der TuS Koblenz, derzeit in argen Abstiegsnöten in Liga zwei. Sander und die TuS schafften den Klassenerhalt nicht, dennoch zeigte sich der ehemalige Bundesliga-Trainer bereit, am Deutschen Eck den Umbruch einzuleiten. Infolge von Zahlungsschwierigkeiten scheiterte das Unterfangen.

Abstiegskamp im Paradies

Sander ging und die TuS steht nunmehr auf dem letzten Platz der viertklassigen Regionalliga, sodass Sander vorerst nicht gegen seinen alten Arbeitgeber antreten werden muss: Denn Jena hängt nach dem Rauswurft von Heiko Weber im Tabellenkeller der eingleisigen 3. Liga fest. Der Abstiegskampf hat Petrik Sander wieder – immerhin im Paradies.

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Dieser Eintrag wurde am Montag, 07. November 2011 um 23:02 erstellt und ist abgelegt unter Profis. Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite senden.