In dubio no Pyro

In dubio no Pyro Seit gut einem Jahr besteht die Kampagne “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”. Nun meldet sich der DFB zu Wort und distanziert sich, wie ich finde recht eindeutig, von der Interessengemeinschaft. Diese wiederum fühlt sich vom Verband verschaukelt und schon wird wüst gezündelt. Ein Spiel mit dem Feuer?

Denn egal wie klar sich der DFB vom legalen Einsatz von Pyrotechnik distanziert, Kurvenfotos vom letzten Spieltag sowie aus der laufenden Pokalrunde zeigen deutlich, dass Hobby-Pyrotechnikern im Stadion das Handwerk schlichtweg nicht zu legen ist. Da hilft wohl auch kein nackig machen vor dem Ordnungsdienst und kein Spürhund an der langen Leine.

Auf der anderen Seite forderte das Pyro-Bündnis am Anfang der Saison dazu auf, in den Stadien die Finger von der Fackel zu lassen. Das, nun ja, klappte auch nicht reibungslos. Aus der Ecke der dritten, nennen wir sie die Kind-Partei, kommt nun der aberwitzige Vorschlag, Pyro-Strafen in Form von höheren Eintrittsgeldern auf alle Stadion-Besucher umzulegen. Ja ne, ist klar.

Ein neues Strafmaß braucht das Land

In puncto Strafen oder Bestfrafung könnte man allerdings weiterdenken: Gewinner sind doch derzeit die sozialen Einrichtungen und Projekte, die sich über die vom DFB verhängten Strafgelder des Vereins der den zündelnden Anhang im Gepäck hatte, verwalten darf (wohin sollte das Geld sonst fließen?). Wenn schon nichts Brennbares im Stadion legalisiert wird, dann könnte man doch beim Verhängen von Stadionverboten, zumindest die, die im Zusammenhang mit Pyrotechnik beim Fußball stehen, taktvoller handeln – für den guten Zweck.

Tags: , , ,

Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 26. Oktober 2011 um 20:58 erstellt und ist abgelegt unter Markus meint. Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite senden.