Copa-Gewinner Mineiro und die TuS Koblenz

Quelle: tuskoblenz.de/Ein Hauch von Südamerika am Oberwerth in Koblenz – klingt komisch, ist aber so. Der bundesligaerprobte Brasilianer Mineiro läuft ab sofort für die TuS Koblenz auf, also für einen Verein, der kürzlich noch um die Lizenz für die Regionalliga zitterte.

Zugegeben: Irgendwie klingt der Wechsel vom Ex-Profi Carlos Luciano da Silva, besser bekannt als Mineiro, zur TuS Koblenz verwunderlich, seltsam, merkwürdig um nicht zu sagen magathesk. Wer nun meiner Meldung nicht glauben mag, darf den denfensiven Brasilianer samt seiner neuen Truppe aus dem Deutschen Eck bereits morgen zum Testspiel gegen die SG Miehlen/Nastätten auf dem Rasenplatz in Miehlen (Anstoß um 19.30 Uhr) begleiten. Ich tippe einfach mal, dass ähnliche viele Kiebitze auf der Sportanlage anzutreffen sein werden, wie Miehlen Einwohner verzeichnet, als knapp 2.000.

„Bergarbeiter“ im Deutschen Eck

Denn der Bergarbeiter, so Mineiro übersetzt, ist gerade in Deutschland kein unbekannte, spielte für die Hertha und den FC Schalke und suchte zwischendurch sein Glück in London, respektive Chelsea. Nun heißen die Gegner des nunmehr 36-jährigen allerdings nicht mehr Arsenal, Manchester oder Borussia Dortmund, sondern vielmehr Wuppertaler SV, Eintracht Trier oder, und darauf freue ich mich am meisten, Fortuna Köln. Mineiro kickt wohl bis zum Ende der Saison für seine neuen Farben.


Jedwede weiteren Transferinfos konnte ich nicht finden. Merkwürdig ist allerdings schon, dass ein Hochkaräter, wie ihn Mineiro für diese vierthöchste Spielklasse nunmal darstellt, bei einem im Sommer noch recht klamm dahergekommenen Verein (elfgegenelf.de berichtete) anheuern kann. Obwohl bei einschlägig bekannten Seiten wie transfermarkt.de Mineiros Marktwert derzeit nicht beziffert ist, darf davon ausgegangen werden, dass der Defensiv-Spezialist wohl kaum umsonst für die TuS spielen wird.

Hoffen wir mal, dass die Regeionalliga-West nun nicht von einer Topzuschalgs-Welle überrollt wird, ist die TuS zu Gast, und wünschen dem Brasilianer in der Regionalliga-West eine erfolgreichere Torausbeute als denn zu Bundesliga-Zeiten (2 Tore in 43 Spielen) geschehen.

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