In der Südstadt geht das Licht an

Südstadion Fortuna KölnSpekuliert wurde seit Monaten: Stemmt Germania Windeck den Aufstieg finanziell? Zunächst sah es so aus, als würde der kleine Ort zwischen Siegen und Bonn künftig Regionalliga-Fußball sehen. Nun aber jubelt Fortuna Köln.

Denn spätestens mit dem geglückten Aufstieg, wurden den Windecker Verantwortlichen diverse Probleme vor Augen geführt. Da wäre zum einen das Stadion der Sportplatz, der vom Deutschen Fußball-Bund als nicht Regionalliga-tauglich eingestuft wurde. Ähnlich, wie bei den DFB-Pokal-Auftritten gegen Schalke und die Bayern in Köln sowie diverse Mittelrhein-Pokal-Schlachten im Bonner Sportpark hätte man die gesamte Spielzeit ausweichen müssen.


50 KM bis Bonn

Alleine der 14-tägige Umzug ins gut 50 Kilometer entfernte Bonn wäre aus wirtschaftlicher Sicht als problematisch einzustufen. Eigene Anhänger zöge diese örtliche Veränderung vermutlich auch kaum an, zumal schätzungsweise wenige Bonner Interesse am Provinzklub Germania Windeck entdecken wollen würden.

Wernze und Viktoria Köln

Der aber wohl wichtigste finanzielle Aspekt heißt Franz Josef Wernze . Den „Hopp aus dem Bergischen“ zieht es nach einem langjährigen Engagement bei Germania Windeck näher an den Rhein, zum künftigen NRW-Ligisten Viktoria Köln. Gerade dort wird im nächsten Jahr der eine oder andere ehemalige Windecker auflaufen und Trainer Heiko Scholz folgen.

Nutznießer des Rückzugs ist nun Fortuna Köln. Der ehemalige Bundesligist dümpelte nach dem Ausstieg von Jean Löring seit den frühen „Nuller-Jahren“ in den Niederungen des Amateurfußballs – sogar schnöder Verbandsliga-Fußball war im schmucken Südstadion zu Gast.

Neuer Schwung für DFC?

So nah, wie im kommenden Jahr, war man dem Profi-Fußball an der Haltestelle Pohligstraße lange nicht. Nun darf man sich in der Kölner Südstadt allerdings nicht verwundert ob der kuriosen Aufstiegs-Umstände die Augen reiben. Es gilt den Taschenrechner anzuschmeißen, um die Regionalliga-Spielzeit zu realisieren. Auch dem DFC-Projekt um dessen Schirmherren Sönke Wortmann dürfte der unverhoffte Aufstieg einen Schub verleihen. In der Südstadt geht das Licht an…

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3 Responses to “In der Südstadt geht das Licht an”

  1. XY sagt:

    Netter Artikel, habe davon auch schon gehört. Es ist wirklich traurig, wieviele sich Vereine sportlich und regulatorisch unterschiedlich qualifizieren. Die besten Vereine steigen schon lange nicht mehr immer auf. Bei mir habe ich auch über Fußballvereine und Finanzen geschrieben (http://www.blogpaar.de/maennerblog/tag/Fussball.html). Man muss sich schon die Augen reiben, wieviele Vereine ein solches oder ähnliches Schicksal ereilt – Stichwort: TuS Koblenz.
    Trotzdem schön, dass Fortuna Köln als „Traditionsverein“ dadurch vielleicht wieder mehr Auftrieb kriegt, auch wenn Windeck es mehr verdient hätte.

  2. […] wird es vor allem auch in Köln. Die Stadt am Dom schickt mit der Fortuna und der Viktoria gleich zwei alte Bekannte ins Rennen, welche zudem im Franz-Kremer-Stadion gegen […]

  3. […] rund 5.000 Zuschauern im Kölner Südstadion sorgten Winter-Transfer Glocker, der nimmermüde Dahmani sowie Fortunas Top-Stürmer Rahn für […]

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