Nun auch noch Schaefer

Der Abstiegskampf in der Bundesliga und seine groteske Züge: Der 1. FC Köln hat soeben bestätigt, dass Frank Schaefer sein Traineramt sofort abgibt. Volker Finke übernimmt kommissarisch den heiklen Posten am Rhein.

Vor gut zwei Monaten wurde Schäfer noch beim Testspiel seiner Kölner gegen die Nationalmalschaft von Luxemburg begeistert von den gut 2.000 anwesenden Kiebitzen im Kölner Südstadion empfangen. Nun nimmt das Abenteuer Bundesliga ein abruptes Ende: “Ich stehe in der Verantwortung, aus meiner Position heraus die besten Entscheidungen für den Verein und für die Mannschaft zu treffen.

Aufgrund der letzten Ergebnisse und insbesondere auch der Spielverläufe bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass die Mannschaft für die verbleibenden Spiele dringend noch mal eine Veränderung und vor allem neue Impulse braucht. Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass ich der Mannschaft im Moment nicht mehr so weiterhelfen kann, wie ich es für nötig erachte, und habe mich deswegen zu diesem Schritt entschieden.

Der nächste Wechsel

Ich möchte hier noch mal klar betonen, dass ich meine Entscheidung unabhängig von medial dargestellten Spannungen zwischen mir und Volker Finke getroffen habe. Im Gegenteil: Ich bin froh, dass Volker Finke die Mannschaft kurzfristig in dieser schwierigen Phase übernimmt. Mein größter Wunsch bleibt es, dass wir alle gemeinsam unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen”, so Schaefers Erklärung in der offiziellen Pressemeldung des Vereins.


Nach den diversen merkwürdigen Wechselspielchen der letzten Wochen schien endlich wieder so etwas wie Normalität Ruhe einzukehren, in den Profi-Fußball. Doch mit Schaefers Rücktritt und der Reaktivierung Volker Finkes als Trainer ist die Bundesliga-Saison um eine Kuriosität reicher.

“Ich habe zwar immer betont, dass ich nicht auf den Trainerstuhl zurückkehren werde, aber in dieser außergewöhnlichen Situation gilt es, alle Kräfte zu bündeln. Meine Aufgabe bezieht sich lediglich auf die restlichen Spiele dieser Saison. Danach werde ich wieder ausschließlich das Amt des Sportdirektors ausüben”, gab Volker Finke unlängst zu Protokoll. Für die letzten zwei Saisonspiele lohnt es wohl nicht mehr, den berühmten Langeoog-Strandkorb aus dem Breisgau zu importieren, ja nicht einmal zu entstauben.

Das große Stühlerücken in der Bundesliga nimmt kein Ende. In drei Wochen verstummt die Bundesliga-Melodie. Schau´n mer mal, wer sitzen bleibt und für welchen Verein am Ende kein Stuhl mehr frei bleibt.

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Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 27. April 2011 um 13:24 erstellt und ist abgelegt unter Profis. Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite senden.