Euro League: Deutsche Gegner kurz vorgestellt

Aalea iacta est”. Die Gruppenphase steht. Nachdem alle drei deutschen Anwärter auf Europas Thron ihre Qualifikations-Hürden nahmen, stand am Freitag die Auslosung der Hauptrunde an. elfgegenelf.de stellt die Gegner vor.

Atletico schon in der Gruppe – vielleicht kein Nachteil

Die Werkself trifft in der Gruppe B auf den Titelverteidiger Atletico Madrid. Deren Vicente-Calderón-Stadion fasst rund 55.000 Zuschauer und liegt 1.700 Kilometer von Leverkusen entfernt .  Nach der Ära des Jesús Gil y Gil versteht man es in der Hauptstadt wieder, den erfolgreichen Gegenpol zu Real zu bilden. Auf den Wiederaufstieg 2002  folgte nun 2010 der Gewinn UEFA-Cups/ der Europa Liga. Außerdem holten die Hauptstädter den europäischen Supercup durch ein 2:0 gegen Champions-League-Sieger Inter Mailand. Aufpassen sollten die Kicker aus dem Rheinland gerade auf Diego Forlán, der Entdeckung der Weltmeisterschaft 2010.

Der norwegische Meister Rosenborg Trondheim verpasste die Qualifikation zur Champions-League gegen die dänische Vertretung aus Kopenhagen. Das kleine Lerkendal-Stadion bietet Platz für nur 21.000 Fans. Von Leverkusen aus legt man rund 1.400 Kilometer bis nach Rosenborg zurück. Der Ex-Klub von Hannover-Torjäger Ya Konan fühlt sich recht heimisch im europäischen Wettbewerb. Von 1995 bis 2004 trat man permanent an.

2.200 Kilometer müssen die Fans von Bayer 04 Leverkusen reisen, um in Thessaloniki bei Aris anzukommen. Das Stadion Kleanthis Vikelidis bietet rund 23.000 Zuschauern einen Platz. Der dreimalige griechische Meister und einmalige Pokalsieger beschäftigte unter anderen den Ex-BVB-Torjäger Marcio Amoroso und nahm in der Vergangenheit häufig am UEFA-Pokal teil.

10.600 Kilometer und Platz eins für die „längste Anreise geht an Bayer Leverkusen.

Willkommen zurück, BVB

Zunächst führt es die Borussen in dieUkraine, zu Karpaty Lwiw. Als deren größter Vereinserfolg gilt der Gewinn des sowjetischen Vereins-Pokals im Jahr 1969. Die Osteuropäer sind der Underdog der Gruppe J. Doch der besagte Außenseiter hat bereits Galatassaray Istanbul aus dem Wettbewerb geschossen. Deshalb sollten die Dortmunder gerade ein Auge auf Artem Fedetskyy haben, der seinen Verein in die Gruppenphase schoss. Zunächst muss der BVB auswärts ran. Die Strecke Dortmund-Lwiw misst 1.350 Kilometer.

Am zweiten Spieltag trifft der BVB dann auf den FC Sevilla. Das Rückspiel, gleichzeitig das letzte Gruppenspiel, steigt am 15. Dezember im Stadion Ramón Sánchez Pizjuán. Die Sportstätte bietet Platz für 70.000 Fans und liegt 2.300 Kilometer von der Westfalen-Metropole entfernt. Das Team um die prominenten Angreifer Luís Fabiano und Frédéric Kanouté gilt als Favorit der Gruppe. Denn immerhin gewann Sevilla den diesjährigen Copa del Rey gegen keinen geringeren als den FC Barcelona.

Die kürzeste Auswärtsfahrt führt den BVB nach Paris, zu Paris St. Germain – 575 Kilometer entfernt von Dortmund. Als bekannteste Spieler des amtierenden französischen Pokalsiegers gelten der Serbe Mateja Kežman sowie der französische Abwehrspieler Claude Makelele. Zunächst empfangen die Dortmunder die Mannschaft aus der französischen Hauptstadt am 21. September im ehemaligen Westfalenstadion. Am 04. November spielen die Westfalen dann im Parc des Princes, das Platz für 49.000 Zuschauer bietet.

Interessante Aufgaben und satte 8.450 Reisekilometer warten auf den BVB. Das macht Platz zwei in der Kategorie „längste Anreise“.

VfB Stuttgart: Losglück für die Schwaben

Der VfB Stuttgart erwischte in der Gruppe H mit den Young Boys Bern eine recht kurze Anfahrt. Das Auswärtsspiel (nur 240 Kilometer entfernt) steigt im Stade de Suisse und bietet Platz für rund 30.000 Fans. Deutschen Anhängern ist sicherlich eher das alte Wankendorf-Stadion ein Begriff. Hier wurde der DFB 1954 erstmals Fußball-Weltmeister. Der Schweizer Vizemeister von 2010 beschäftigt mit Christoph Spycher einen ehemaligen Bundesliga-Spieler in seinen Reihen. Außerdem erwartet die Fans das Bruder-Duell zwischen Daniel und Phillip Degen, welches es zuletzt in der Bundesliga (BVB – Mönchengladbach) stattfand.

Gegen den FC Getafe sind 1.850 Kilometer zu bewältigen, ehe man im 17.000 Zuschauer fassenden Coliseum Alfonso Pérez auflaufen kann. Bernd Schuster führte den Verein aus dem Madrider Vorort 2004 in die erste spanische Liga. Und 2008 hatte der FC Getafe den FC Bayern in der Champions-League am Rande des Ausscheidens. Am Ende schied man unglücklich durch einen Doppelschlag von Luca Toni aus. Zwar bietet Getafe kein Star-Ensembel wie Real oder Aletico Madrid, doch verfügt der Sechste der spanischen Liga über ein stimmiges Kollektiv.

Zu guter Letzt fahren die Schwaben ins rund 950 Kilometer entfernte Odense, zu Odense BK. Der norwegische Verein von Ex-HSV-Spieler Stig Töfting trägt seine Heimspiele im TRE-FOR Park aus. Dieser bietet lediglich 16.000 Zuschauern Platz. Über die Norweger gibt es kaum viel zu berichten. Der aktuelle Vizemeister hat 1995 den FC Kaiserslautern ausgeschaltet, 2006 gewann man gegen die Hertha aus Berlin. Somit sollte man in Stuttgart gewarnt sein.

Das mach 6.080 Kilometer und beschert den Schwaben Platz drei in unserer Auflistung der „längsten Anreise“.

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Dieser Eintrag wurde am Montag, 30. August 2010 um 16:00 erstellt und ist abgelegt unter Profis. Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite senden.